Zubehör zum Nähen – Was Muss sein?

still-life-678474_960_720Es gibt eine Menge Zubehör zum Nähen. Dieses ist oft ganz nett und auch hilfreich – wirklich nötig jedoch nicht. Um auch wirklich alles Nähen zu können, sind einige Zubehörteile jedoch notwendig.

Verschiedene Nähnadeln

Das wichtigste gleich am Anfang: Eine große Auswahl an verschiedenen Nähnadeln. Je nach Stoff wird eine andere Nähnadel benötigt. Zu feine Nadeln können durch manchen Stoff nicht hindurch, sorgen für viel Ärger und gehen vielleicht auch gleich kaputt. Auf der anderen Seite sorgt eine zu große Nähnadel jedoch bei feinen Stoffen für Beschädigung, für das filigrane Arbeiten an dünnen Stoffen müssen deshalb besonders dünne und feine Nadeln her. Extreme sind hier Seide und Jeansstoff. Während Stoff aus Seide sehr fein und empfindlich bei der Verarbeitung ist, ist Jeansstoff sehr grob. Für die Seide sollte also eine möglichst feine Nähnadel gewählt werden, die den Stoff nicht beschädigt. Für den groben Jeansstoff wiederum braucht man eine breite und keine feine Nadel. Ein Beispiel für einen Stoff, bei dem sich eine mittlere Nadel eignet, ist Frotteestoff. Während er für eine dünne Nadel zu dick ist, verfangen sich breite Nadeln sehr schnell im Frottee. Die wichtigste Ausstattung ist also eine Vielzahl von Nadeln in verschiedenen Stärken.

Garn und Auftrenner

Je nach Farbe des Stoffes muss verschiedenes Garn gewählt werden, damit die Nähte am Ende nicht auffallen. Hierbei sollte ein Garn in der möglichsten gleichen Farbe gewählt werden. Von jeder Farbe brauch man sogar verschiedene Nuancen, ein dunkles Blau zum Beispiel fällt auf einen hellem schnell auf. Dasselbe gilt für andere Farben. Viele Näher sind jedoch auch kreativ im Umgang mit dem Garn und suchen sich extra unterschiedliche Farben aus, um hieraus ein Muster auf dem Stoff entstehen zu lassen. Das mindeste, um in jeder Situation nähen zu können, sind alle Farben sowohl in hell als auch in dunkel, weiß und schwarz fallen hier natürlich raus. Selbst der beste Näher versteht mal einen Teil einer Anleitung falsch oder vertut sich mal mit dem Stich. Ärgerlich, wenn dann kein Auftrenner zur Hand ist. Er sollte zu jeder Ausstattung gehören. Viele Nähmaschinen besitzen eine Klappe mit Stauraum für die wichtigsten Utensilien. Auftrenner, verschiedene Nadeln und verschiedene Garne gehören auf jeden Fall in dieses Fach.

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Handnähnadeln

Auch sehr wichtig. Genauso wie bei Nadeln für die Nähmaschine gibt es auch bei Nadeln für das Nähen mit der Hand verschiedene Stärken für unterschiedliche Stoffe. Handnähnadeln mit verschiedenen Stärken lassen sich in praktischen Boxen kaufen. Für sehr kurze und feine Stücke wird oft zum Teil eine Handnähnadel gebraucht. Eine Nähmaschine wird deshalb gebraucht, weil sie besonders schnell näht und das Nähen mit der Hand sehr aufwendig ist. Auf der anderen Seite sind manche Teile einfacher zu kurz und es muss zu genau genäht werden, als das der Einsatz einer Nähmaschine zielführend sein kann.

Scheren, Kreide, Stecknadeln und Stoffproben

Für das passende Schneiden eines Stoffes ist eine Schere nötig und deshalb sollte man immer eine Schere dabei haben. Hierbei braucht man eine extra Schere für Stoff und sollte diese auch nicht für Papier einsetzen. Scheren für Papier stumpfen bei der Benutzung für Stoff schnell ab, dasselbe gilt für Scheren zum Schneiden von Papier. Eine kurze und eine lange Schere sind ebenfalls praktisch, da sich kleine Stücke von Stoff am genauesten mit einer kleinen Schere ausschneiden lassen. Eine lange Schere wiederum ist für große Stücke Stoff praktisch, mit einer kleinen Schere würde das zuschneiden des Stoffes lange dauern. Um den Stoff passend zu schneiden, ist die vorherige Markierung mit Schneiderkreide sinnvoll. So gelingt das Ausschneiden besonders genau. Zum Halten von Stoffteilen sind Stecknadeln notwendig, ohne die der Stoff schnell verrutscht. Außerdem kann man so ausprobieren und Teilen ihre passende Form geben, ohne dass Nähte aufgetrennt werden müssen. Wenn man einen Stich eingestellt hat, ist es praktisch, ein kleines Stück Stoff bereit zu haben, um den Stich und die Maschine vor dem Nähen zu testen. Stoffe für diese Proben müssen nicht gekauft werden, am besten verwendet man einfach Reste die beim Zuschneiden übrig bleiben.