Overlock – Mysterium oder Easy?

thread-619949_960_720Eine Overlockmaschine ist eine feine Sache. Jedoch birgt sie so einige Hürden. Diese Maschine ist genauso praktisch wie kompliziert. Ein Exemplar unserer modernen Zeit hat meist 4 Fäden, die erst mal richtig eingefädelt werden wollen. Die meisten Maschinen werden schon eingefädelt geliefert. Und das hat natürlich seinen Grund. Mit einer Overlock kann man in erster Linie Jersey nähen. Also, besteht die Möglichkeit zum Beispiel ein T-Shirt oder eine Leggins komplett mit einer Overlock zu nähen. Allerdings, um diese Maschine zu bedienen, bedarf es einiger Übung. Vor allem  um sich nicht das Schneidemesser in den Finger zu rammen, was ganz schnell passieren kann. Bitte übt fleißig an Stoffresten, bevor ihr richtig los legt.

Die Besonderheit der Overlockmaschinen

Das Praktische hier ist, dass diese Maschine gleichzeitig näht und versäubert. Wenn ihr Euch mal die Seitennähte Eurer gekauften T-Shirts anseht. Das war eine Overlockmaschine! Sieht doch toll aus, oder?! So schön sauber, ordentlich und grade. Um dieses Ergebnis zu erreichen, muss man selbstverständlich schon einige Stunden schnaufend und fluchend vor der Maschine verbracht haben. Wenn Ihr eine Overlockmaschine bereits Euer Eigen nennt und diese eingestellt und eingefädelt geliefert wurde, stellt sie bloß nicht um! Noch nicht mal jede gelernte Schneiderin mit langer Berufserfahrung, kann das wieder hin biegen. Sucht Euch einen Fachhandel. Sie bieten diesen Service an. Leider nicht ganz billig. Aber es lohnt sich alle mal.

Lasst Euch ebenfalls zeigen, wie man auf anderes Garn umfädelt. Das werdet Ihr ganz sicher brauchen. Ihr werden ja nicht nur in einer Farbe nähen. Obwohl die Maschinen meist im Internet viel günstiger zu kriegen sind, rate ich davon ab. In diesem Fall ist eine gute Beratung unabdingbar und Gold wert. Bei einer Overlock ist es besonders wichtig gutes Markengarn zu benutzen. Die Maschine wird es Euch danken. Billiges Garn reißt häufig oder ergibt kein schönes Nähergebnis. Auch bei Nadeln ist auf Qualität zu achten. Wenn Ihr Euch sicher seid, dass alles richtig eingefädelt ist und eins der Fäden trotzdem reißt, sind in den meisten Fällen die Nadeln von niedriger Qualität oder das Garn nicht hochwertig. Wie Ihr seht, ist so ein „Gefährt“ nichts für blutige Anfänger. Jedoch kommt jede Hobbyschneiderin irgendwann zu der Frage, ob es  Sinn macht, ein derartiges technisches Wunderwerk anzuschaffen. Diese Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten.

Was spricht für die Overlockmaschine?

Grundsätzlich kann man mit solcher Maschine fast alles, außer zum Mond fliegen. Es gibt unzählige Füßchen und Zubehör. Auch die Geräte selbst sind so unterschiedlich, wie die einfachen Haushaltsmaschinen auch. Und preislich ist nach oben alles offen. Es gibt einige Modelle, die eine Kombination mit der Coverlock bieten. Der Saum an Eurem T-Shirt. Das war eine Coverlock! An jeder Maschine gibt es unterschiedliche Nähte, Stichlängen und -breiten. Aber bedenkt auch, hier gilt die einfache Regel, wie beim Auto: je mehr drin ist, um so mehr kann kaputt gehen. Für den einfachen Haushaltsgebrauch ist eine einfache und weniger komplizierte Overlock zu empfehlen. Lasst Euch auf jeden Fall vom Verkäufer im Fachhandel umfangreich beraten, probiert es selbst vor Ort aus und lasst Euch alle Möglichkeiten sämtlicher Maschinen zeigen. Wenn es nötig ist, auch mehrfach. Es wird sich bei der späteren Bedienung zu Hause auszahlen.