Upcycling – Nähideen aus Jeans

jeans-564061_960_720Jede Frau hat etwa 3 Größen im Schrank. Eine, die grade passt. Eine, in die man wieder passen möchte. Und eine für die „schlechten“ Tage, also, eine Nummer größer. Schade, dass diese Sachen im Schrank versauern müssen. Vor allem aus Jeans kann man im Handumdrehen mehrere neue Teile zaubern. Ja! Gleich mehrere! Die einfachste Methode ist wohl, einfach paar Löcher rein und schon ist das neue Lieblingsstück fertig. Natürlich ist das noch lange nicht alles. Aus nur einer Jeans kann man gut und gerne 4 neue Teile herstellen. Du glaubst es nicht?! Na dann wollen wir mal sehen…

Step by Step

Als erstes schneidest du das Bündchen einfach ab, aber bloß nicht weg werfen, wir werden es noch später brauchen. An dieser Stelle misst du deine Taille nach und schneidest dir das Bündchen zurecht. Sollte deine Taille schmaler sein als der Stoff, dann kannst du diesen einfach entsprechend enger nähen. Das nähst du an die Stelle des abgeschnittenen Bündchens an. Das gleiche machst du mit den Beinen. Für den Sommer kannst du sie kürzer abschneiden und ein paar Bündchen dran nähen. Schon hast Du eine gemütliche Wohlfühljeans, die auch noch in mehreren Größen passt. Da kann man beim Grillen ohne Reue zuschlagen. Wenn du jetzt noch die abgeschnittenen Beine unten absteppst und oben eine Kette oder ein schönes Band annähst, hast Du ganz schnell eine kleine  Handtasche. Aus dem zweiten Bein kannst Du Dir ein Portemonnaie oder ein süßes Schminktäschchen zaubern. Selbstverständlich ist hier auch eine Handytasche möglich. Jetzt kommen wir zurück zu dem Bündchen. Das ist wohl das spannendste an dieser Sache. Jeder, der manchmal etwas bastelt oder näht, hat unzählige Bänder und Ketten, Blümchen und Schleifchen. Diese kann man jetzt hervorragend einsetzen. Nun ist deine Fantasie gefragt. Bestücke das Teil so, dass du es als einen stylischen Gürtel einsetzen kannst. Das klingt erst mal verrückt, kommt aber super gut an. Du kannst diesen über ein T-Shirt oder einen Jeans-Rock tragen. Kannst es genauso mit deiner neuen Wohlfühljeans kombinieren.

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Patchworkdecke

Aus mehreren ausrangierten Jeans lässt sich sogar eine Tagesdecke herstellen. Dazu schneidest Du einfach die Jeans in mehrere grade Stücke, diese können gleich groß sein oder unterschiedlich. Wie man es halt mag. Leg sie Dir dann auf dem Boden alle durcheinander zurecht. Und zwar genau so, dass keine ähnlichen Töne nebeneinander sind. Nähe sie alle untereinander mit der Nahtzugabe zu der rechten Seite zusammen. Suche dir einen einfachen Stoff in der Größe deiner Decke aus, am besten Baumwolle, dieser lässt sich am einfachsten verarbeiten. Diesen nähst du jetzt aber mit der Nahtzugabe zu der linken Seite zusammen. Lass eine Wendestelle übrig und wende die Decke auf rechts. Das sieht im ersten Moment nicht schön aus, aber das wird noch. Nähe die Wendestelle mit dem Zauberstich, oder auch Matratzennaht genannt, zu. Jetzt kommt das Entscheidende. Die Nahtzugaben der Jeansteile müssen jetzt alle mit einer scharfen Schere quer eingeschnitten werden, so, dass die Naht unverletzt bleibt. Etwa jeden Zentimeter ein Schnitt. Deine Waschmaschine vollendet den Zauber. Wasche deine neue Decke, so, wie Du Deine Jeans waschen würdest. Die Nähte sind nach dem Trocknen ausgefranst und die Decke sieht aus, als hätte sie ein Designer gemacht.

Aus der Hose wird ein Rock

Das Bekannteste, was man aus einer alten Jeans machen kann, ist wohl ein Rock. Sogar mehrere sind hier möglich. Einen Pumprock erhält man, wenn man oben das Bündchen und unten den Saum an der abgeschnittenen Jeans mit Bündchenstoff bestückt. Einen luftigen Sommerrock, wenn man den Bund dran lässt und an dem abgeschnittenen Teil ein Stück schönen Stoff dran näht. Man kann aber auch die Beine an der Innennaht auftrennen und so zusammen nähen, dass ein Rock entsteht. Hier kann man sogar vorne und hinten Schlitze einbauen. Wie Ihr seht, sind unzählige Kombinationen möglich. Lasst Eurer Fantasie freien Lauf.