Nähen für die lieben Kleinen

girl-757441_960_720Das Beste, das einem Nähanfänger passieren kann, ist ein Kleinkind zu haben. Oder zumindest in der näheren Umgebung. Vielleicht ein kleines Modell in der Familie oder Freundeskreis. Es lässt ganz einfach an kleinen Schnitten üben und es kostet nicht viel, wenn mal etwas schief gegangen ist. Ich würde empfehlen eine Beanie Mütze zu probieren. Es wird nur ganz wenig Stretch-Jersey benötigt und es muss nicht viel genäht werden. Somit gibt es nur wenig, was Ihr hier falsch machen könnt. Als nächstes empfehle ich Euch eine Leggins zu versuchen. Dazu gibt es ebenfalls viele Schnitte und es sind nur sechs Nähte, die Ihr schließen müsst. Ein großer Vorteil von Jersey ist, dass er nicht ausfranst. Es wird also nicht zwangsläufig eine Overlock benötigt.

Chic von Kopf bis Fuß

Näht doch einfach zum nächsten Kindergeburtstag oder zur Taufe ein Set aus Leggins, Mütze und passenden Halstuch. Alle Schnitte sind leicht umzusetzen. Diese Sets werden im Internet für viel Geld verkauft und erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier spart Ihr nicht nur Geld. Ein Geschenk in liebevoller Handarbeit gefertigt ist was ganz Besonderes. Das ist ein Unikat, das sonst niemand hat. Für Kinderschnitte eignet sich in erster Linie hundertprozentige Baumwolle. So kann die zarte Kinderhaut schön atmen. Außerdem lässt sich mit Baumwolle am besten und einfachsten arbeiten. Sie verrutscht nicht so schnell beim Zuschnitt und beim Nähen. Nicht zu verachten ist die kunterbunte Vielfalt. Es gibt super schöne Muster mit Sternchen, Pünktchen, Eulen, Blümchen, Tieren, Autos und vieles vieles mehr. Ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen. Die meisten Stoffläden verkaufen Stoffreste von etwa vierzig oder fünfzig Zentimeter Länge für den halben Preis. Das klingt erst mal wenig, aber damit lässt sich schon einiges anstellen. Von Polyester und ähnlichen Kunstfasern rate ich ab. Es fühlt sich einfach nicht so gut auf der Haut an. Ist aber einfach mal Geschmackssache. Natürlich könnt Ihr verwenden, was Euch am besten gefällt.

Zubehör macht vieles leichter –  und hübscher

Schrägbänder gibt es ebenfalls in jedem Fachhandel zu kaufen. Wer sich das zutraut, kann sie auch selbst herstellen. Ist, meiner Meinung nach, ein sehr großer Aufwand und ein großer unnützer Verschnitt, da man ja die Bänder schräg zum Fadenlauf zuschneidet, wie der Name ja schon erahnen lässt. Jeder gut sortierte Stoffmarkt bietet mindestens hundert unterschiedliche Schrägbänder an. Diese Bänder sind ein Segen, für alle, die noch nicht so sicher an der Nähmaschine sind. Deckt Euch damit ein, ihr werdet sie brauchen. Gleich nach den Bändern, der Wichtigkeit nach gesehen, kommen alle möglichen Rüschen, Applikationen, Motivknöpfe und alles, was das Herz begehrt. Wobei natürlich Rüschen eher was für Mädchen sind. Jede etwas schief geratene Naht lässt sich super mit Rüschen kaschieren. Die Applikation kann man selbstverständlich selbst erstellen. Aber auch hier gilt, jeder so, wie er mag. Schnitte gibt es in den selben Läden fertig zu kaufen. Ich empfehle auch die vielen Nähzeitschriften durchzustöbern. Hier bekommt man einfach mehr fürs Geld.

Ideensuche – so funktionierts

Da Handarbeiten momentan stark im Trend liegen, gibt es entsprechend große Auswahl dieser Zeitschriften. Alle paar Monate gibt es auch richtig große holländische Stoffmärkte in ganz Deutschland. Dort lässt sich auch das ein oder andere Schnäppchen machen und das ein oder so manch schönes Stöffchen ergattern. Seht einfach mal nach, ob auch eins bei Euch in der Nähe ist. An  dieser Stelle möchte ich auch erwähnen, dass es ganz wichtig ist, hochwertige Nähutensilien zu verwenden. Sei es die Schere oder die Maschinennadeln. Natürlich sind diese um einiges teurer, aber sie werden viel länger und bessere Dienste leisten. Viele Nähmaschinen sind so empfindlich, dass das billige Garn ständig reißt oder  die Naht unsauber und fransig aussieht. Tut Euch das nicht an. Es ist sehr schade drum, wenn der Spaß wegen so etwas schnell verfliegt.