Kleine Schnittmuster selber erstellen

fashion-1442969_960_720Es gibt im Internet unzählige Programme zur Schnittmustererstellung zu kaufen. Aber auch zum gratis herunter laden sind einige da. Wenn man aber ein absolutes Einzelstück haben möchte, sollte man selbst zum Stift und Schnittpapier greifen. Es hört sich tatsächlich im ersten Moment schwer an und viele werden jetzt zurück schrecken. Aber keine Scheu! Es muss ja nicht gleich ein Schnittmuster für einen Wintermantel mit abnehmbaren Kragen und schicken Ärmeln erstellt werden. Wie bei allem im Leben fängt man erst mal klein an. Rom wurde ja schließlich auch nicht an einem Tag erbaut.

Copy & Space am textilen Objekt

Sollte jemand gleich mit einem Kleidungsstück anfangen wollen, so bietet sich eine Methode an, die ganz einfach umzusetzen ist. Jeder hat ein Teil im Schrank, das man am liebsten hat. Sei es ein T-Shirt oder eine Leggins. Diese Teile eignen sich am besten für diese Methode, die man auch „abpausen“ nennen könnte. Dazu braucht man noch nicht mal zwangsläufig ein Schnittmuster auf dem Papier zu erstellen. Wer sich das zutraut, legt das gewünschte Teil einfach auf den Stoff und malt einfach mit der Kreide die Nähte nach. Es sollte dabei natürlich auch auf den Fadenlauf geachtet werden. Das ist auch gar nicht schwer. Dazu legt man das Teil einfach genau parallel zu zu der Webkante des Stoffes. Grade bei Stretchstoffen ist der Fadenlauf sehr wichtig. Niemand möchte ein T-Shirt, das sich in die Länge aber nicht in die Breite ziehen lässt. Eine Leggins mit der gleichen Eigenschaft, ergibt auch keinen wirklichen Sinn. Also, man zeichnet praktisch einfach drum herum, gibt etwa einen bis eineinhalb Zentimeter Nahtzugabe dazu und schneidet es entsprechend aus. Hier ist eine gute, scharfe Schneiderschere vom großen Vorteil. Und schon braucht man nur noch die Teile zusammen zu nähen und das neue Lieblingsteil ist fertig. Die Nähanfänger können nach dem gleichen Prinzip, allerdings erst auf Schnittpapier zeichnen und erst dann auf Stoff übertragen. Das hat den Vorteil, dass man kleine Änderungen vornehmen kann und den Schnitt mehrfach verwenden. Hier könnte man die Länge variieren, die Größe anpassen oder den Halsausschnitt verändern.

Nähen und Geometrie

Es gibt aber auch Schnitte, die man ganz einfach selbst herstellen kann. Hierzu eignen sich einfache, rechteckige Formen. Eine Windeltasche zum Mitnehmen oder eine Buchhülle lässt sich ganz leicht selbst herstellen. Dazu eigenen sich Stoffreste sehr gut. Wer selbst keine kleinen Kinder hat, kann jemand anderem eine große Freude damit bereiten. Stofftiere sind auch gute Geschenkideen und wenn sie selbst gemacht sind, sind sie um so wertvoller. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Jeder hat zu Hause eine Tüte mit Tüten drin, aber kaum jemand nimmt sie wieder zum einkaufen mit. Einkaufstaschen aus Stoff werden immer beliebter. Das Schnittmuster dazu ist kinderleicht erstellt. Auch hier kann man mit Papier oder auch gleich auf dem Stoff arbeiten. Ist man sich über die Größe der Tasche einig, oder man nimmt einfach eine vorhandene Tüte und misst da nach, schon kann man mit dem Zuschnitt beginnen. Man überträgt mittels eines Lineals, am besten eignet sich ein Geodreieck, die Maße auf Papier oder Stoff. Oder man legt eine Tüte vom beliebten Discounter drauf und verfährt wie bereits oben beschrieben. Für längere, grade Linien ist ein langes Lineal aus dem Baumarkt sehr praktisch. Er ist stabil und einen Meter lang. Für einfache grade Schnitte eine super Sache.

Runde Sache

Selbst ein Poncho ist schnell fertig, wenn man nur einen Kreis oder einen Rechteck ausschneidet, ein Loch für den Kopf rein und fertig ist das Teil. Wenn man hier auch noch einen Stoff verwendet, der nicht ausfranst und nicht gesäumt werden muss, kann man sogar auf das Nähen ganz verzichten. Im anderen Fall bietet sich die große Auswahl an Schrägbändern, Borden und Rüschen zum Annähen. All das bekommt man im Stoffmarkt und es lässt sich ganz schnell zum absoluten Unikat verarbeiten, das garantiert sonst niemand hat.